Sommerlager 2018 in Schweden

Erschienen am 28. Juli 2018 in Lager

Lena

 

In diesem Jahr trauten wir uns an unser erstes, großes Sommerlager im Ausland. Gemeinsam mit einem zweiten Stamm, aus Hamburg Blankenese.

Wir trafen uns am 18.7. am Bahnhof in Michelstadt. Von dort ging es dann mit dem ICE bis nach Hamburg. Dort richteten wir uns bei den Pfadfindern in Blankenese unsere Schlafstätten ein, ehe wir noch ein bisschen Zeit auf einem Spielplatz verbrachten. Als wir zurückkamen, waren bereits die Teilnehmer des Hamburger Stammes anwesend. Zusammen erhielten wir noch einen Reisesegen, ehe wir ein erstes Kennenlernspiel, spielten. Anschließend machten wir eine kleine Rallye durch Hamburg, bei der wir viel mit der Fähre fuhren und die Elbphilharmonie besuchten. Als wir alle wieder zurück waren, gab es Hots Dogs zum Abendessen. Danach ging es auch schon ins Bett.

 

Am nächsten Morgen ging es früh mit dem Bus weiter. Nach einer Fährfahrt und der Überquerung der Öresundbrücke kamen wir nach Schweden und erreichten unseren Zeltplatz “Blidingsholm”. Hier wurden erstmal die ganzen Zelte aufgebaut und der Platz besichtigt.

 

Der zweite Tag am Lagerplatz wurde für die Lagerbauten verwendet. Erstmal baute sich jede Stufe einen eigenen Tisch, ehe auch damit begonnen wurde, eine Wäscheleine und einen Bannermast zu errichten. Es wurde ebenfalls damit begonnen, ein Katapult, sowie ein Floß zu bauen. Am Mittag gingen wir dann alle gemeinsam im See schwimmen. Nach der Abkühlung wurde weitergebaut und der Lagershop der Rover, öffnete zum ersten Mal. Am Abend wurde Fußball gespielt, ein paar Lieder gesungen, Werwölfe gespielt oder an der Schleuder weitergebaut.

 

Am Samstag begann das dreitägige Stufenprogramm. Hierbei unternahm jede Altersstufe etwas für sich:

Die Wölflinge bastelten viel, kochten sich ihr eigenes Essen und gingen schwimmen. Eine Nacht verbrachten sie auf einem kleinen Platz, außerhalb von Blidingsholm, nachdem sie durch eine Schnitzeljagd, den Weg dorthin gefunden hatten. Den letzten Tag verbrachten sie dort und spielten viele Spiele, ehe sie am Abend zum Zeltplatz zurückkehrten.

Die Jungpfadfinder sollten sich eigentlich allein auf einen Hike begeben. Nachdem es jedoch einige Starschwierigkeiten gab, wurde der erste Tag noch auf dem Lagerplatz verbracht. Das Floß wurde ins Wasser gelassen. Am nächsten Tag brachen sie im Sonnenaufgang dann zu einem Hike gemeinsam mit ihren Leitern auf. Es wurde eine lange Pause auf einem Spielplatz gemacht und die Nacht auf einer Kuhwiese verbracht, ehe es am nächsten Tag zurückging.

Die Pfadfinder nahmen sich einen 42 km Hike vor. Hierbei durften sie ersteinmal überlegen, was sie alles benötigen, um es dann selber einzukaufen. Anschließend wurden sie in einem Dorf an der Ostsee ausgesetzt und machten sich dann auf den Rückweg. Sie schafften es sogar, bereits am nächsten Tag wieder auf dem Platz zu stehen, sodass sie die restliche Zeit des Stufenprogramms Freizeit hatten.

Auch die Rover wurden etwa 45 km vom Platz entfernt ausgesetzt. Jedoch mit verbundenen Augen und nur dem Hinweis, dass sie nach Norden laufen sollten. Trotz eines kleinen Umweges fanden auch sie den Heimweg sehr schnell und standen am nächsten Abend bereits wieder auf dem Platz.

 

Am Tag nach dem Stufenprogramm wurden verschiedene Workshops angeboten. Einige versuchten sich in dem Kochen von Marmelade, welche es dann auch zum Essen dazugab. Andere beschäftigten sich damit, sich Gürtel und Flaschenhalter oder Halstuchknoten zu knüpfen. Es konnten auch Lagerbanner bemalt und der Aufnäher für Schweden designed werden. Es gab die Möglichkeit Kartenlesen und ein wenig über deren Erstellung zu lernen, etwas über essbare Pflanzen zu erfahren, sich selber Spiele auszudenken oder zusammen Theater zu spielen. Am Ende des Tages wurde noch die Schleuder fertiggestellt, gesungen und zusammen Twister gespielt.

 

Am nächsten Tag ging es endlich Kanufahren. Es ging bis nach Falaboda. In zwei Gruppen aufgeteilt, wurde jeweils entweder der Hinweg oder der Rückweg im Kanu verbracht und der andere Teil zu Fuß absolviert. Beim Kanufahren, musste auch an mehreren Stellen Land überquert werden, wofür einiges an Teamarbeit nötig war, während für die Laufgruppe Kekse versteckt wurden. Zu Mittag aßen wir alle gemeinsam in Falaboda, ehe es dann zurück zum Zeltplatz ging. An diesem Abend gab es dann das absolute Essens-Highlight. Köttbullar mit Nudeln und Rahmsoße. Da alle sehr erschöpft waren, ging es an diesem Abend auch direkt schlafen.

 

Der nächste Tag, war der Tag der Lagerolympiade. Hierbei wurde sich in Teams Aufgaben überlegt, die die anderen Gruppen absolvieren sollten. Bevor dies jedoch geschah, gingen wir, aufgrund des warmen Wetters nochmal im See baden. Am Abend wurde dann die Lagerolympiade durchgeführt. Hierbei konnte man dann sein Geschick im Hammerweitwurf, bei einer kleinen Schnitzeljagd, beim Schreiben einer Geschichte und noch weiteren Aufgaben unter Beweis stellen. Im Anschluss gab es noch eine Andacht.

 

Am nächsten Tag musste bereits mit dem Abbau begonnen werden. Die gebauten Tische, der Bannermast und die ganzen Zelt wurden abgebaut und wieder verstaut. Zwischendurch wurde jedoch noch eine Runde “Capture the Flag” gespielt, in der es hieß, die Pfadistufe gegen den Rest. Tatsächlich gewannen die Pfadis. Nach dem Mittagessen wurde dann noch, auf der Abenteuerinsel des Platzes, das Chaosspiel gespielt. Zum Abschluss gab es noch einen bunten Abend, moderiert von zwei unserer Jufis, bei dem Lieder gesungen und einige Sachen vorgetragen wurden, ehe die letzte Nacht unter freiem Himmel verbracht wurde.

 

Dann ging es auch schon wieder zurück. Erneut über die Fähre kamen wir gegen Nachmittag an der Gemeinde in Hamburg an. Hier wurden ersteinmal die Hamburger Pfadfinder verabschiedet, ehe wir Michelstädter unsere Quartiere für die letzte Nacht einrichteten. Nach dem Abendessen an diesem Tag, ging es dann auch erschöpft ins Bett.

 

Am nächsten Tag ging es dann mit der Bahn zurück nach Michelstadt, wo gegen Mittag dann auch alle abgeholt wurden.