Sommerlager 2016 “Die Legende vom Drachenei”

Erschienen am 15. August 2016 in Lager

Anna

 

Dieses Jahr trauten wir uns das erste Mal an ein langes Sommerlager – und es war ein voller Erfolg!

20160810_173028Mit einer sehr kleinen aber gemütlichen Runde von 2 Wölflingen, 2 Jupfis, 1 Pfadfinderin und 4 Leitern ging vom 6.8 bis 13.8 es nach Wiesbaden. Dort hatten wir mit dem Jugendnaturzeltplatz am Schloss Freudenberg einen wirklich sehr schönen Zeltplatz gefunden. Der Platz hat neben Kräuter- und Gemüsefeldern, an denen man sich nach Belieben bedienen durfte, auch allerlei Obstsorten. Ab dem ersten Tag an, sah man die Kinder nur noch kauend durch die Gegend laufen. So wurden die Himbeer- und Brombeersträucher, die Mirabellenbäume, Erdbeerfelder und Physalissträucher jeden Tag von neuem geplündert.

Das Lager stand unter dem Motto “Die Legende vom Drachenei”: der Heilige Georg, sollte nämlich auf der Suche nach dem Drachen, in der Nähe vom Schloss Freudenberg ein goldenes Drachenei versteckt und Hinweise verteilt haben. Daher mussten die Kinder am ersten Tag erst mal unter Beweis stellen, dass sie würdig sind, sich auf die Suche zu begeben. Es gab allerlei Prüfungen zu bestehen. Beim Dreibeinlauf, Luftballonparcour, Spinnennetz, Montagsmaler und vielem mehr, mussten die Pfadfinder ihre Schnelligkeit, Kreativität, Geschicklichkeit und Teamfähigkeit zeigen. Alles Fähigkeiten, die man auf der Suche nach dem Drachenei von Nöten sind. Nachmittags kam dann der letzte Eignungstest – und zwar die Orientierungsfähigkeit. Bei traumhaften Wetter machten wir uns auf den Weg zum Rhein, um dort auf eine Rheinaue zu fahren. Doch das mit dem OrieP1080952ntieren muss gelernt sein. So liefen wir erst mal zwei Stunden um den Schiersteiner Hafen, bis wir die Fähre gefunden haben. Das ergab zwar platte Füße aber die schöne Aussicht von der Brücke und die Möglichkeit die Leiter mit der kleinen “Proberunde” um den Hafen aufzuziehen, hat den Umweg wieder wettgemacht. Endlich auf der Fähre, trafen wir noch eine nette Frau, die uns allen ein Eis spendierte. Auf der Rettbergsaue angekommen, durften die Kinder dann im Rhein planschen – bei dem Wetter eine willkommene Abkühlung! Nach einem anstrengendem aber sehr schönen Tag, ging es dann wieder zurück zum Zeltplatz, wo das erste Teilstück einer Schatzkarte gefunden wurde.

P1090063Der nächste Tag wurde der Vorbereitung auf die Suche gewidmet. Denn jeder Schatz- bzw. Eisucher braucht die richtige Ausrüstung. Daher knüpften wir erst mal jeder für sich einen Halstuchknoten. Im Anschluss wurde dann ein zum Lager passendes Halstuch bemalt oder gefärbt. Nun stand der Suche nichts mehr im Weg.

Da es hieß, das Ei sei in der Nähe voP1090168m Schloss Freudenberg, machten wir uns am Dienstag auf zum Schloss. An spannenden Stationen konnten die Kinder ihre Sinne testen. Besonders viel Spaß machte der große Barfußpfad im Wald und der
Spielplatz. Beim Klettern, Schaukeln, Kreiseln und vor allem beim Flaschen werfen hatten alle riesig Spaß. Stelzen laufen wurden auch noch nebenbei gelernt. Nachmittags gab es dann eine kleine Lehreinheit mit Robert zum Thema Holz hacken und sägen.

P1090262Am nächsten Tag begann mit einer Premiere – das erste Mal mit allen Teilnehmern einkaufen gehen. So zogen wir Bollerwagen und Kühltaschen los, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Auch der einsetzende Regen konnte den gut eingepackten Einkäufen nichts anhaben. Wieder auf dem Lager schrieben und malten die Kinder Postkarten nach Hause, hackten wieder Holz und spielten ein verrücktes Quartett. Auch musste der Holzofen vorgeheizt werden, um für die selbst gemachte Pizza abends fertig zu sein. Am Abend legte ein Wölfling feierlich sein Wölflingsversprechen ab.

Da das Ei immer noch nicht gefunden wurde, musste die Umgebung weiter erkundet werden. Am Donnerstag ging es daher ab in die Stadt. In der Wiesbadener Innenstadt angekommen, wurden erst mal im Park lauter
Entenküken bewundert. Nach der Mittagspause im Kurpark, machten die Kinder dann dort die Kurpark-Rallye und bekamen dort sogar eine kleine Belohnung20160811_134721(0). Da ja noch nicht genug gelaufen wurde, wurde auf dem Zeltplatz dann gleich das Chaosspiel gespielt. Dabei waren auf dem ganzen Platz, den wir mittlerweile für uns alleine hatten Zettel mit Codewörtern versteckt. Diese mussten die Kinder suchen, um dann Aufgaben für jeden Zettel zu erledigen wie ein Liedchen trällern, Schubkarren laufen, Kopfrechnen oder auch Kräuter bringen. Ausklang fand der Tag mit einigen Runden Werwolf, das Spiel, das der Renner auf dem Lager war.

Am Freitag waren wir eigentlich gemütlich beim
Wikingerschach spielen, als unerwartet der Imker des Platzes vorfuhr – wir: neugierig hinterher. Und auf einmal fanden wir uns mitten in einem Imkerworkshop wieder. Wir durften die Imkerkleidung 20160812_173304anprobieren, haben alle Utensilien gezeigt und erklärt bekommen und durften natürlich auch zu den Bienen. Die einzige Voraussetzung war, dass wir helfen den Weg von den Sträuchern und Brombeerranken zu befreien. Kein Problem – ratz fatz war alles wieder begehbar und wir durften hautnah die Bienenwaben bestaunen. Am Ende des Tages fanden die Kinder dann endlich das letzte Schatzkartenstück und zum Schluss auch das goldene Drachenei inklusive Babydrache.

Am Samstag ging es dann schon wieder nach Hause. Aber nicht bevor uns der Imker Honig und eine Bienenwabe zum Frühstück vorbeigebracht hat. Insgesamt eine tolle Woche, die jedem in Erinnerung bleiben wird.